Ernährung

Wissenswertes zur Ernährung eines Hundes

Die Ernährung eines Hundes erfolgt heutzutage in erster Linie über kommerzielle Hundefuttermittel. Fertigfutter stellt die Versorgung der Tiere mit einer Zusammenstellung an essentiellen Nahrungsbestandteilen am einfachsten sicher.

Alternativ favorisieren einige Hundehalter auch Frischfleisch, Gemüse, Kräuter, Pflanzen- und Fischölen sowie Innereien und Knochen. Die Ernährung durch hauseigene Speisereste kann Mangelzustände hervorrufen und wird deshalb kontrovers diskutiert.

 

Die richtige Fütterung

Je nach Lebensphase haben Hunde unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse, sodass die Fütterung entsprechend angepasst werden muss.

Welpen und Junghunde

Die Ernährung während des Wachstums ist entscheidend für die Gesundheit des Hundes. Junge Hunde sollten nicht zu energiereich gefüttert werden, da ein zu schnelles Wachstum und Übergewicht den Bewegungsapparat überlastet.

Das Futter sollte nicht zu viel Kohlenhydrate und Fett enthalten, um Gelenkserkrankungen wie HD, ED und Arthrose nicht noch zusätzlich zu fördern. Eiweiß braucht dagegen nicht reduziert zu werden, da dieses keinen negativen Einfluss hat.

Doch auch wenn es heißt, dass Junghunde „großgehungert“ werden sollen, ist es wichtig, dass sie satt werden. Nahrungsmangel während der Aufzucht beeinflusst die Gehirnentwicklung und führt zu einer übermäßigen Empfindlichkeit des Stresssystems.

Wichtig ist außerdem der Mineralstoffgehalt, insbesondere das Calcium-Phosphor-Verhältnis. Ist dieses Verhältnis gestört, wird nicht genügend Knochensubstanz aufgebaut, was Skeletterkrankungen zur Folge hat.

Welpen sollten zunächst 5x am Tag gefüttert werden. Ab 4 – 5 Monaten sind drei Mahlzeiten ausreichend. Ab 1 Jahr kann auf zwei Portionen reduziert werden.

 

Futter für den Hund: Die richtige Ernährung

Die richtige Ernährung für den Hund – Bildquelle: Kurt Michel / pixelio.de

Tragende Hündinnen

Zu Beginn der Trächtigkeit steigt der Energiebedarf kaum. Ab der zweiten Hälfte benötigt die Hündin 30 – 50% mehr Futter. Schon hier ist der richtige Calcium-Phosphor-Gehalt wichtig, da dieser für die Skelettbildung der Welpen entscheidend ist.

Übergewichtige Hündinnen haben nicht selten Schwierigkeiten bei der Geburt. Und auch, wenn ein Kaiserschnitt notwendig ist, wird die Operation durch dicke Fettschichten erschwert. In der zweiten Hälfte der Trächtigkeit sollte die Hündin bereits 3x am Tag gefüttert werden.

 

Säugende Hündinnen

Durch die einsetzende Milchbildung steigt der Energiebedarf der Hündin nach der Geburt noch einmal stark an und steigert sich bis zu dem Zeitpunkt, wenn die Welpen Beifutter erhalten. Je nach Anzahl der Welpen kann sich der Energiebedarf sogar vervierfachen. Empfehlenswert ist die Aufteilung der Tagesration auf 5 Mahlzeiten am Tag.

 

Ältere Hunde

Im Alter kommt es zu Veränderungen im Stoffwechsel, die dazu führen, dass der Energiebedarf des Hundes sinkt. Dazu kommt, dass sich die meisten älteren Hunde weniger bewegen.

In diesem Fall sollte die Futtermenge um etwa 10 – 20% reduziert werden. Außerdem ist es wichtig, darauf zu achten, dass das Futter leichter verdaulich ist. Es ist sinnvoll, alte Hunde dreimal täglich zu füttern, um das Verdauungssystem zu entlasten.

 

Nicht für Hunde geeignet

Verschiedene Genuss- und Nahrungsmittel, die für den Menschen unbedenklich sind, können beim Hund Vergiftungserscheinungen hervorrufen. So ist beispielsweise das in der Schokolade enthaltene Theobromin für einen Hund gesundheitsschädlich und kann in größeren Mengen eingenommen sogar zum Tod des Hundes führen. Speisereste mit Rosinen, Weintrauben und Speisezwiebeln dürfen ebenfalls nicht an Hunde verfüttert werden. Gesundheitliche Probleme des Hundes könnten die Folgen sein.